BUT Absolvent Ingo Katzmayr

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Ingo Katzmayr hat „Bio- und Umwelttechnik“ studiert (Bachelor 2009, Master 2012):

Darum habe ich dieses Studium gewählt: Für mich hat es sich spannend angehört, eine umfassende Ausbildung und Einblick in ein recht breites Spektrum der Naturwissenschaften, angefangen von Verfahrenstechnik bis hin zur molekularen Biologie zu erhalten. Die sich dadurch ergebenden guten Job-Aussichten in OÖ waren für mich als Familienvater und Student im zweiten Bildungsweg ebenfalls besonders wichtig.

Mein Highlight während des Studiums: An sich gab es nicht diesen einen Moment. Schön war für mich, die Biologie auf kleinster Ebene zu entdecken. Eingangs habe ich, als gelernter Maschinenschlosser, eigentlich eher den Bereich Umwelttechnik als naheliegenderes Betätigungsfeld für mich gesehen. Als ich mich dann in den ersten Semestern intensiver mit Biologie auseinanderzusetzen begann, fand ich es großartig, immer tiefer in die Welt der Abläufe auf molekularer Ebene einzutauchen. Eine Faszination die bis heute anhält.

Aktuell arbeite ich: bei: der Firma GENSPEED Biotech in Rainbach/OÖ. GENSPEED hat sich im Herbst 2016 als Spin-Off der Greiner Bio-One ausgegründet. Wir entwickeln, produzieren und vertreiben diagnostische Schnelltests.
Aufgrund der recht überschaubaren Firmengröße ist bei der Beantwortung der Frage meiner Funktion, je nachdem wer sich erkundigt, vom Facility Manager über Entwicklungsingenieur bis zum Produktionsleiter alles möglich. Wenn ich es mir aussuchen kann, arbeite ich aber am liebsten im Labor.

Corona-Schnelltest: Wir haben zu Beginn der Corona Krise schnell das Potential unserer GENSPEED Technologie für die Diagnose von COVID-19 erkannt. Die Markteinführung des Antikörper-Schnelltests haben wir gerade hinter uns gebracht. Der Test zeigt, ob jemand bereits eine COVID-19 Erkrankung durchgemacht hat. Nun arbeiten wir weiter an der Realisierung des direkten Antigen-Schnelltests, welcher ebenfalls noch 2020 fertig sein soll.

Genspeed (Quelle: Gerhard Wagner Fotografie)

Meinen Arbeitgeber habe ich kennen gelernt: Meine Anstellung dort hat sich aus dem Master Berufspraktikum ergeben, damals noch bei Greiner Bio-One. Vor vier Jahren habe ich mit der Ausgründung von GENSPEED Biotech in meinen derzeitigen Job gewechselt.

Darum sollte man unbedingt an der FH OÖ Karrieremesse Wels teilnehmen: Um sich einen Überblick über potenzielle Arbeitgeber zu verschaffen und in entspannter Atmosphäre über die Erwartungen beider Seiten zu sprechen. Oft kristallisiert sich dabei heraus, dass die Einsatzmöglichkeiten der Studierenden in den Firmen vielfältiger sind als erwartet.

Meine Tipps für die FH-Karrieremesse Wels-Teilnahme: Offen, interessiert und neugierig das Gespräch suchen und die Chancen, die sich durch diese Veranstaltung ergeben nutzen und sich nicht entmutigen lassen, wenn der erträumte Job nicht sofort offenbar wird.

Meine Tipps für eine erfolgreiche Praktikums- bzw. Jobsuche: Sich früh genug erkundigen, wo welche Stellen zu vergeben sind, dafür ist die Karrieremesse bestimmt eine gute Option. Den richtigen Zeitpunkt für eine Bewerbung wählen – hier ist zu früh sicher besser als zu spät – und sich nicht zu stark auf eine Richtung beschränken.

Meine Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung: Der Bewerber sollte zumindest vorab einmal die Webseite der Firma besucht haben, und einen groben Überblick über die Firmenstruktur und deren Tätigkeitsbereiche haben. Wichtig ist außerdem, dass man etwas über sich selbst, seine Ausbildung und aktuelle Projektbeteiligungen sagen kann. Jede einzelne Bewerbung trägt dazu bei, dass die nächste noch besser gelingt!

Ein toller Job ist für mich: wenn ich dort gerne meine Zeit verbringe. Das kann gelingen, wenn mich die Arbeit persönlich und fachlich fordert, ich Wertschätzung erfahre und das Team und die Zusammenarbeit stimmig sind.